Zur Organisation und Koordination von Hilfsangeboten fand am 19. Januar 2015 ein ein Kordinierungstreffen statt.

Elisabeth Weber begrüßte die zahlreich erschienenen Anwesenden, darunter auch einige der in Bad Fredeburg lebenden Asylbewerber, die von ihrer Deutschlehrerin Frau Audi mitgebracht wurden.
Nach einer kurzen Einführung in die Thematik und der Frage nach Motivation und Ideen, kamen viele Vorschläge:

  • Fahrangebote beim Einkaufen, usw
  • Arztbesuche und Behördengänge begleiten
  • Sprachliche Förderung
  • Sammeln von Fahrrädern
  • Praktikantenplätze
  • Cafe
  • Spielangebote
  • Freizeitgestaltung mit Kindern
  • Ausflüge zu Fuß
  • Frauentreff
  • Kochtreff
  • Lauftreff
  • Musik und Gesang
  • Kolpinggruppen
  • Musikangebot des Tambourcorps
  • Angebote des TV Fredeburg
  • Tanzgruppe Quick Kangaroos

Aufkommende Fragen zur Situation der Asylbewerber wurden von Jan Guntermann vom Sozialamt Schmallenberg kompetent beantwortet. Die Kosten für die Krankenversorgung trägt die Stadt Schmallenberg, medizinisch notwendige Maßnahmen wie Impfungen, Medikamente, dringende Operationen werden bezahlt. Eine Arbeitserlaubnis zu beantragen, ist erst nach 3 Monaten möglich, aber dann muss eine deutschlandweite Vorrangprüfung stattfinden, ob kein EU-Bürger diese Arbeit annehmen könnte. Nach 15 Monaten sind die Hürden für eine Arbeitserlaubnis nicht mehr ganz so hoch.
Die Asylbewerber erhalten eine Grundausstattung mit Haushaltsgegenständen, die Versorgung mit Nahrung und Gebrauchsartikeln liegt in der Hand der Asylbewerber, die von der Stadt einen monatlichen Geldbetrag ähnlich wie Hartz IV bekommen. Dennoch fehlt es oft an Haushaltsgegenständen. Die Caritas hat keine Möglichkeit zur Lagerung und Verteilung solcher Gegenstände, deshalb sollten Spenden in Form von Haushaltsgerät, Möbel oder Spielzeug an das Fundhaus in Gleidorf oder die GAB in Schmallenberg erfolgen. Dort können diese Sachen kostengünstig erstanden werden. Die Asylbewerber sollen auf diese Einkaufsmöglichkeiten hingewiesen werden.
Weiterhin wurde vorgeschlagen, gebrauchte Fahrräder zu sammeln, um die Mobilität der Asylbewerber zu erhöhen. Annahme und Verteilung der Fahrräder wird die GAB Hochsauerland mbH, Hünegräben 7, Schmallenberg übernehmen.
Ähnlich wie in Bad Berleburg soll auch hier ein "Cafe international" entstehen, das Einheimischen und Zugezogenen die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und zum gegenseitigen Austausch bietet. Das Cafe soll jeweils am 3. Montag im Monat im Franz-Stock-Haus stattfinden, da an diesem Tag auch der Caritas-Kleiderladen geöffnet ist.
Die Stadt ist bereit noch mal VHS-Sprachkurse zu organisieren. Die Kosten von ca 1000€ pro Kurs sollen entweder über den Fonds des Erzbistums Paderborn oder über Spenden aufgebracht werden.
Vera Hupe fasste die Ergebnisse des Abends auf Englisch zusammen, so dass auch die anwesenden Asylbewerber, die der Diskussion auf Deutsch vielleicht nicht ganz folgen konnten, darüber informiert wurden. Sie selbst gaben an, dass das Erlernen der deutschen Sprache und das Finden eines Arbeitsplatzes für sie die wichtigsten Punkte seien, so dass sie hier ein selbstständiges Leben führen können.
Ulla Maharani-Schneider regte an, Profile über ihre Qualifikation zu erstellen, um damit die Arbeitssuche zu erleichtern.
Annika Metz erklärte sich bereit, die Koordination der Hilfsangebote und die Kontaktaufnahme zu den Asylbewerbern zu übernehmen.