Auslaufen des Überregionalen Forschungsprogramms (ÜRF)

Im ÜRF war vorgesehen, daß der Bund 70% der anfallenden Kosten für die Einrichtung der Informatik übernehmen würde. Die verbleibenden 30% sollten vom jeweiligen Bundesland aufgebracht werden. Nach 5 Jahren, d.h. ab 1977, sollte in Darmstadt der Bundeszuschuß entfallen und das Land alleine die Kosten tragen. Dies war ein kritischer Zeitpunkt für die Informatik. Zwar war es dem Fachbereich Informatik noch möglich einen Informatikrechner zu erwerben, aber der Rest des Fachbereichs, vor allem die Stellenmittel waren nicht mehr gesichert. Das Land Hessen hatte keine Vorkehrungen getroffen, um die hessischen Universitäten nach Ablauf des ÜRF weiter mit Geldmitteln für die Informatik zu versorgen. Nun war die Hochschule auf sich alleine gestellt und mußte überlegen, ob sie den Fachbereich Informatik wieder abschaffen sollte, oder ob man auf anderem Wege den Erhalt des Studienganges bewerkstelligen könnte. Nach langem Bangen war es letztendlich durch Umverteilung freiwerdender Stellen anderer Fachbereiche und Stellenabbau in der Informatik selbst doch möglich den Fachbereich am Leben zu erhalten. Eine weise Entscheidung, wie es sich in späteren Jahren zeigen sollte.

Hiermit endet auch die große, bewegte Gründungs- und Etablierungsphase des Fachbereichs, dies bedeutet jedoch keinen Stillstand was die Forschung und weiterentwicklung des Faches betrifft.

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