Aufbau der Lehrveranstaltungen

Um die gesteckten Ziele:

verwirklichen zu können, war es notwendig, die Lehrveranstaltungen anders zu konzipieren als bislang üblich.

Man verzichtete nicht komplett auf Vorlesungen, legte ihnen aber ein ausformuliertes Skript zu Grunde, das von dem Dozenten nur erläutert wurde. Das wirkliche Lernen sollte nicht mehr in den Vorlesungen, sondern in den dazugehörigen Übungen stattfinden. Hier sollten sich drei Gruppen zu je 4 bis 5 Studenten mit einer Lehrperson über Verständnisschwierigkeiten im Skript unterhalten und später zur Vertiefung in Gruppen Zusatzaufgaben lösen.

Um die Leistung des Studenten zu bewerten, wurden die Ergebnisse der in den Übungen entstandenen Gruppenarbeiten herangezogen und durch kleine Einzeltests sollte auch die Leistung der einzelnen Gruppenmitglieder bewertbar gemacht werden. Gruppenergebnis und Einzelergebnis sollten in einer sinnvollen Gewichtung zueinander stehen. Zur Bewertung der Arbeiten gab es nur Boole'sche Noten (d.h. bestanden / nicht bestanden).

Das gesamte Studienprogramm sollte sich in drei Abschnitte gliedern. Am Anfang stehen die Grundlagen, die in Pflichtveranstaltungen vermittelt werden sollten, darauf folgt eine Phase der Vertiefung der Kenntnisse und zuletzt sollte sich der Student in einem Spezialgebiet weiterbilden und darin auch selbständig wissenschaftliche Arbeiten anfertigen. Zwischen allen drei Abschnitten war jeweils eine individuelle Studienberatung geplant. Außerdem war zwischen dem 2. und 3. Abschnitt ein Fachpraktikum in der Industrie angestrebt, dessen Durchführbarkeit aber noch nicht sicher war.

Die Frage, ob man die Informatik als Fachgebiet einem Fachbereich zuordnen sollte, z.B. der Elektrotechnik, wurde verworfen, da dies zu einer einseitigen Ausrichtung des Faches hätte führen können. Um dies zu vermeiden wäre es möglich gewesen, die Informatik mehreren Fachbereichen zuzuordnen, dies hätte aber mit Sicherheit zu Problemen bei der Konsensfindung geführt. Schließlich entschied man sich für die Lösung, die Informatik als eigenen Fachbereich einzurichten, denn es waren, sollte alles nach Plan gehen, genügend wissenschaftliche Mitarbeiter vorhanden um ein solches Vorgehen zu rechtfertigen.

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