Die ersten Informatik Veranstaltungen fanden schon im Wintersemester 1971/72 statt, obwohl der Fachbereich noch gar nicht gegründet war. Man hatte sich dazu entschieden, den Studenten den Einstieg in das neue Fach so schnell wie möglich zu gewähren. Jedoch waren noch nicht genug Lehrstühle besetzt, um Grund- und Hauptstudium zu gewährleisten. Man hatte mit H.J. Hoffmann nur eine der zwei bewilligten Lehrstühle besetzen können, die anderen Veranstaltungen wurden von Robert Piloty, Helmut Waldschmidt und Hartmut Wedekind, die eigentlich anderen Fachbereichen angehörten, gehalten. Auf diese Weise konnte man zumindest das Grundstudium bewältigen, mit der Hoffnung, daß sich die Lage bis zum Beginn des Hauptstudiums gebessert haben würde. Man hatte Glück und die Rechnung ging auf, man konnte drei neue Professoren (Hermann Walter, David Parnas und Hans Tzschach dazugewinnen und auch Helmut Waldschmidt gehörte nun zum Fachbereich Informatik. Die angebotenen Fachrichtungen beinhalteten Programmiersprachen und Übersetzer (H.J. Hoffmann), Automatentheorie und formale Sprachen (Hermann Walter) und Betriebssysteme (David Parnas, Hans Tzschach und Helmut Waldschmidt).
Weitere Professoren und Fachgebiete kamen in den nächsten Jahren hinzu. so daß man 1976 zur Gründung folgender drei Institute gelangte:
Zur Zeit des Informatik Memorandums war man noch von 120 Studenten pro Jahrgang ausgegangen. Doch bald stellte sich heraus, daß es doch ein wesentlich größeres Interesse an dem Fach Informatik gab, als man anfänglich angenommen hatte. Der Andrang war so groß, daß man schon im Wintersemester 1973/74 einen TH internen Nummerus Clausus einführen mußte.
Sowohl das erste Diplom als auch die erste Promotion (Wolfgang Coy: Die Testkomplexität von Schaltkreisen) kamen 1975 zu stande, nur drei Jahre später war auch die erste Habilitation (Brigitta Schinzel: Über die Kategorie der Programmbündel) am neu gegründeten Fachbereich entstanden.
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