1967 wird der Ausschuß DV-Ausbildung gegründet, der zur Förderung der deutschen DV-Industrie beitragen sollte. Der Vorsitz fiel Robert Piloty zu. Schon nach kurzer Zeit konnten die "Empfehlungen zur Ausbildung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung" vorgelegt werden. Diese wurden im Juli 1968 an die deutschen Hochschulen weitergegeben, zusammen mit der Zusage des Bundes auf finanzielle Unterstützung (Überregionales Forschungsprogramm Informatik).
Im DV-Ausschuß ging man davon aus, daß in den nächsten Jahren ca. 1800 Informatiker von der Industrie benötigt würden, und daß diese Anzahl von Absolventen nicht mit den bestehenden Einrichtungen erzielt werden könne. Für die Einrichtung des Studiengangs Informatik waren weder die Personal- noch die Sachmittel der Universitäten ausreichend und deswegen bedurfte es weiterer Unterstützung von staatlicher Seite. Da diese schließlich in Form des Überregionalen Forschungsprogrammes Informatik (ÜRF) für 12 deutsche Hochschulen zugesichert wurde, war es nun möglich den Studiengang einzurichten.
Robert Piloty, als Darmstädter Professor, setzte sich dafür ein, daß sich auch die TH Darmstadt an dem Projekt beteiligen sollte. Die Vorraussetzung, daß sich die Universität schon mit Informatik beschäftigt haben sollte, war schließlich schon durch den verschiedenen Alwin Walther, den eremitierten Karl Küpfmüller und letztendlich Robert Piloty selbst gegeben. Letztere wandte sich also an der Rektor und den kleinen Senat und stellte das Programm zur Einrichtung des Faches Informatik vor. Zunächst traf er jedoch im Senat auf einigen Widerstand, schließlich aber begann man mit dem Entwurf des "Informatik Memorandums", welches die Grundlage zur Einrichtung des Informatik-Studiums an der TH Darmstadt bilden sollte.
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